Brief an den Weihnachtsmann

Peter, mit 8 Jahren dem Weihnachtsmann schrieb:
lieber Weihnachtsmann, ich hab Dich so lieb'
mein grösster Wunsch, den schreibe ich Dir
lieber Weihnachtsmann, ich hätt' so gerne ein Tier.
Am liebsten hätt' ich gerne einen Hund
dann hätt' ich zum rausgehen, immer einen Grund,
einen Hund zum Streicheln, einen Hund zum flattieren
einen Hund, mit dem geh ich dann spazieren.


Den Wunschzettel legt Peter auf das Fensterbrett
und müde begibt er sich zu Bett.
Der Zettel fliegt weg, auf eine Wiese
da geht grad vorbei, die nette Liese
sie hebt ihn auf, liest was da steht
denkt an ihre Hündin, an die Beth
denn nebst Beth hat sie 7 junge Hunde im Haus
das Eine, nicht viel grösser als ne Maus
nochmals nimmt sie den Zettel in die Hand
mit Peters Adresse, die obenauf stand.


Kurz entschlossen kehrt sie um
packt den süssesten, kleinen Wurm
liebevoll legt sie das kleine Tier
in eine Schachtel, mit einem Band zur Zier'
der kleine Hund, er winselt leise
bitte, wohin geht diese Reise?
Liese, spricht zu dem kleinen Tier:
"beim Peter hast Du s gut, ich verspreche es Dir !"


Sie wartet ab, die Dunkelheit
läutet an der Türe, voll Fröhlichkeit
schnell versteckt sich Liese hinter einem Baum
und schon öffnet sich die Türe, zum offenen Raum
die Mutter, den kleinen Hund entdeckt
was will der hier, fragt sie erschreckt ?


Peter ruft, der Hund ist mein!
der Weihnachtsmann war da, das muss es sein
denn ich hab' ihm meinen Wunsch geschrieben
der Zettel ist nicht auf dem Fensterbrett geblieben
schnell nimmt er den kleinen Hund auf den Arm
das kleine Körperchen, trotz Kälte ganz warm
die Mutter, selbst liebt Tiere sehr
so setzt sie sich gegen das Hundchen nicht zur Wehr.


Doch kaum war Weihnachten vorbei
war das Hundchen, dem Peter, bald einerlei
was soll ich mit diesem kleinen Fratz
ich will doch jetzt zum Fussballplatz
nein, heute habe ich keine Zeit
und ausserdem, es ist kalt und schneit
dann soll ich noch, igitt ich mag das nicht
Hundekot einsammeln, vor meinen Freunden
nein, nein, mit dem kannst Du Gassi gehen
ich will das nicht, kannst Du das nicht verstehen?


Das Hundchen winselt, Peter hat doch von Liebe gesprochen
doch der Peter hat sein Versprechen gebrochen
der Weihnachtsmann schaut von oben zu
was er da sieht, lässt ihm keine Ruh
er geht zum Haus und läutet Sturm
"ich bin hier, um abzuholen den kleinen Wurm
niemals wieder soll passieren
ein Tier zu Weihnachten so zu platzieren !"


So spricht er zu den Kindern im ganzen Land
was hier passiert ist, ist eine Schand'
drum schreibt euch jetzt alle hinter die Ohren
ein Tier hat nichts unterm Weihnachtsbaum verloren
ein Tier braucht Liebe, Pflege und ein gutes Daheim
wer ihm das nicht geben kann, der lass das bitte sein
der Peter kriegt dieses Jahr kein Geschenk
ein Jeder von Euch, dem armen Hundchen Gedenk
und Liese, hat gelernt, nicht mehr so gutgläubig zu sein
und holt das Hundchen wieder heim.

(©) 2003  Ikara

Ikara hat das Gedicht extra für meinen Weihnachtskalender
gedichtet. Ich danke Dir !



 

 

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